Dialoge 2014

 

2014 setzt die ASSITEJ Austria gemeinsam mit dem DSCHUNGEL WIEN die Diskussionsreihe zur Kunst- und Theatervermittlung fort. Unter dem Titel “Was ist Kunstvermittlung” laden wir KünstlerInnen, VermittlerInnen und Interessierte wieder zu einer Reihe interessanter Dialoge ein, die sich mit unterschiedlichen Teilaspekten und Facetten der Vermittlung von Kunst auseinandersetzen.

Außerdem findet im Herbst in Zusammenarbeit mit dem Theater des Kindes eine Dialogveranstaltung zur Dramatisierung von Kinder- und Jugendbüchern statt.

Dialoge 2014

spleen*graz – Österreich:Festivalland

Österreich gilt als eines der festivalreichsten Länder im Bereich des Theaters für junges Publikum weltweit. Dabei deckt Österreich eine Vielzahl an verschiedenen Festivalformaten ab, von internationalen Tanz- und Theaterfestivals wie spleen*graz, SCHÄXPIR in Linz oder SZENE BUNTE WÄHNE in Horn und Wien über nationale Festivals wie den einzigen Theaterpreis für österreichische Produktionen, den von der ASSITEJ Austria ins Leben gerufenen STELLA hin zu internationalen Puppentheatertagen – die Vielfalt in Österreich erscheint grenzenlos. Umso mehr bedarf es einer Bestandsaufnahme: Inwieweit sind wir bereits am Ziel, in welchen Bereichen bedarf es neuer Impulse, wie können sich die Festivals untereinander – auch international – inspirieren, was sind mögliche Zukunftsperspektiven?

In Form eines Dialogs im Rahmen des internationalen Theaterfestivals spleen*graz geben namhafte Vertreter der österreichischen Festivalszene Impulse für die Zukunft der österreichischen Festivalkultur.

Datum: 10. Februar 2014 im Rahmen des spleen*graz-Festivals
Ort: spleen*hotspot (im TiB), Elisabethinergasse 27a, 8020 Graz

Abbild, Zerrbild, oder?

Eine Veranstaltung der ASSITEJ Austria in Kooperation mit Burgtheater – Junge Burg und ASSITEJ Deutschland.

Konstruktionen von Kindheit im Theater für junges Publikum.

Kinder- und Jugendtheater ist Zielgruppentheater. Kinder und Jugendliche sind als Publikum gemeint, Kinder und Jugendliche spielen auch als Protagonisten auf der Bühne eine Rolle, die Inszenierungen setzen sich mit aktuellen und historischen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen auseinander. Wie ist das, wenn ältere Schauspieler jüngere Helden spielen? Was sind das für Konstruktionen, die Kindheit behaupten und Jugend vorführen? Worum geht es, um das Wiedererkennen oder um die Irritationen? Was ist der Blick der Erwachsenen auf die junge Generation? Was sind die Erwartungen der jungen Zuschauer an die Charaktere der Schauspielkunst? Kindheitsbilder stehen auf dem Prüfstand, Abbilder und Zerrbilder sind zu analysieren, „Facing Reality“ bedarf des Diskurses.

Die Dialog-Veranstaltung ermöglicht Einblicke in das „Making Of“ der Darstellenden Künste, wenn diese die große Welt der Kleinen thematisiert, stellt Fragen zur Mach-Art der Dramaturgien, wenn diese den Heranwachsenden ihre Geschichten erzählen wollen, diskutiert die Perspektive des Publikums, wenn es im künstlerischen Prozess mitzudenken ist.

Datum: 17. Januar 2014
Ort: Burgtheater Vestibül, Universitätsring 2, 1010 Wien

 

Was ist Kunstvermittlung? VI – Institutionelle Theaterpädagogik

Wie bereits 2013 laden der DSCHUNGEL WIEN und die ASSITEJ Austria auch 2014 einmal monatlich zwischen Februar und Mai im Rahmen der Dialogreihe „Was ist Kunstvermittlung?“ zum gemeinsamen Nachdenken über Vermittlungsbegriffe ein. Eine Grundlegende Einführung in die Reihe finden Sie hier.

Zum Auftakt unserer zweiten Programmreihe im Februar beschäftigen wir uns im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit den Spezifika einer institutionellen Theaterpädagogik. Was bedeutet Theaterpädagogik innerhalb von etablierten Theaterinstitutionen? Worin unterscheidet sie sich von einer freischaffenden Theaterpädagogik? Welche Möglichkeiten und Chancen bietet der Hintergrund einer Institution, welche Schwächen bringt ein solches Modell mit sich? Auf einen Vortrag von Petra Fischer (Schauspielhaus Zürich) folgt eine Podiumsdiskussion mit diversen Fachleuten aus dem Bereich der institutionellen Theaterpädagogik.

Datum: 11. Februar 2014, 18:00 Uhr
Ort: DSCHUNGEL WIEN, Museumsquartier, 1070 Wien

Eintritt kostenlos! Um Anmeldung unter k.kroesche@assitej.at wird gebeten.

Thema: Institutionelle Theaterpädagogik

18:00 Uhr Vortrag von Petra Fischer (Schauspielhaus Zürich)

18:30 Uhr Podiumsdiskussion mit Petra Fischer (Schauspielhaus Zürich), Constance Cauers (Schauspielhaus Graz) und Matthias Suske (Volkstheater Wien) unter der Moderation von Katrin Artl (Burgtheater – Junge Burg)

Zu den Personen:

Petra Fischer / Schauspielhaus Zürich

Petra Fischer, geboren 1963 in Berlin, studierte Theaterwissenschaften an der Theaterhochschule in Leipzig. Sie arbeitete in den letzten 10 Jahren als Dramaturgin und Dozentin am jungen.theater.zürich, am Theater der Hochschule Musik und Theater Zürich und der Zürcher Hochschule der Künste. Davor war sie als Theaterpädagogin und Dramaturgin in Dresden und Berlin tätig. Seit der Spielzeit 2009/10 ist sie Leiterin des Jungen Schauspielhauses Zürich.

Constance Cauers / Schauspielhaus Graz

Constance Cauers studierte zunächst an der Ruhr- Universität in Bochum Theaterwissenschaften, bis sie an die Berufsfachschule für Schauspiel und Regie nach Köln wechselte. In Dublin intensivierte sie ihre Kenntnisse am Department of Communication and Performance und absolvierte schließlich an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg das Studium der Diplom-Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kulturpädagogik. Seit 2000 war Cauers als freischaffende Theaterpädagogin für freie Träger und Schulen in Hamburg tätig und unterstützte die Yehudi Menhuin Stiftung als darstellende Künstlerin. Ab der Spielzeit 2004/2005 war sie Mitarbeiterin der theaterpädagogischen Abteilung des Thalia Theaters Hamburg. Seit April 2008 war sie Theaterpädagogin und Dramaturgin des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg und bildete zusätzlich seit 2011 Grundschullehrer in der Qualifikation zum Fach Darstellendes Spiel am Lehrerinstitut Hamburg aus. Zudem gehörte sie zum Ausbildungsteam des Deutschland weiten Ausbildungsprogrammes Abenteuer Kultur des Unternehmens dm-Drogeriemarkt. Seit dem Sommersemester 2010 war sie Lehrbeauftragte im Bereich Ästhetik und Medien an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg / Department Soziale Arbeit und ab dem Wintersemester 2011/2012 zudem Lehrbeauftragte der Universität Hamburg im Fachbereich Erziehungswissenschaft/ Theaterpädagogik/ Performance Studies. Seit 2013 entwickelt Frau Cauers ein Curriculum für einen Master Studiengang Theaterpädagogik im Rahmen der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg welcher voraussichtlich im Wintersemester 2014/15 umgesetzt wird.

Katrin Artl / Burgtheater – Junge Burg

Katrin Artl wurde 1976 in Salzburg geboren und sammelte ihre ersten Theatererfahrungen bei der Gruppe „bodi end sole“. Nach einer Gärtnerlehre ging sie nach Deutschland, um dort eine Ausbildung zur Waldorflehrerin und Theaterpädagogin (But) zu absolvieren. Im Anschluss wechselte sie an die Alanus Hochschule und schloss dort ihr Studium in Sprachgestaltung/Schauspiel ab. Ab 2005 war sie vier Spielzeiten am Schauspielhaus Bochum als Theaterpädagogin engagiert, organisierte dort den Bereich Theater und Schule und inszenierte zahlreiche Stücke mit Kindern, Jugendlichen und mit generationsübergreifenden Ensembles. Außerdem realisierte sie Kooperationsprojekte mit den Bochumer Symphonikern, dem Museum und dem Zentrum für Stadtgeschichte. Während dieser Zeit bildete sie sich am Off-Theater Neuss zur Tanzpädagogin weiter. Diese Aspekte fließen seither auch in ihre theaterpädagogische Arbeit ein. Zur Zeit lebt Katrin Artl in Wien und ist nach einer Zeit als freischaffende Theaterpädagogin und Regisseurin als Theaterpädagogin am Burgtheater tätig.

Matthias Suske / Volkstheater Wien

Studium an Universität für Angewandte Kunst, Theaterpädagoge am Volkstheater Wien (Workshops für über 1000 Jugendliche jährlich). Seit 1987 Kunst-Lehrer an AHS, Mitarbeit in der Werkstatt soziale Gesundheit (Anselm Eder). Maskenarbeit (Psychodrama) und Raum/Zeit Seminare bei Laura Sheelen, Frankreich. Körpersprache / Kontaktarbeit / Theaterpädagogik bei Willi Gansch. Towards Creativity bei Werner Wascher. Leitung zahlreicher Schauspielkurse im In- und Ausland für Jugendliche (seit 25 Jahren), Leitung von Theaterkursen an der Sommerakademie NÖ und im Talentezentrum Drosendorf, Leitung der Schauspiel-Sommerwochen BE FREE FOR CREATIVITY in Frankreich/Italien seit 20 Jahren. Gründungsmitglied des Theaters am Weinberg, Perchtoldsdorf, dort auch als Schauspieler tätig. Regie, Bühnenbild, Schauspiel bei zahlreichen Aufführungen, Musicals und Musiktheater. Workshops an Schulen im Zusammenhang mit KulturKontakt Austria.

Was ist Kunstvermittlung? VII – Kulturelle Bildung

Wie bereits 2013 laden der DSCHUNGEL WIEN und die ASSITEJ Austria auch 2014 einmal monatlich zwischen Februar und Mai im Rahmen der Dialogreihe „Was ist Kunstvermittlung?“ zum gemeinsamen Nachdenken über Vermittlungsbegriffe ein. Eine Grundlegende Einführung in die Reihe finden Sie hier.

Die zweite Veranstaltung im laufenden Jahr und insgesamt siebte Folge der Reihe „Was ist Kunstvermittlung“ dreht sich um den Themenkomplex der „Kulturellen Bildung“. Im Zentrum stehen die Fragen nach der Vernetzung der Fachbereiche Kultur, Jugend und Schule sowie nach der fach- und ressortübergreifenden Zusammenarbeit und kommunalen Vernetzung im Bereich kultureller Bildung. Bestehende und mögliche Modelle werden diskutiert. Dr. Petra Winkelmann, Leiterin des Ressorts „Kulturelle Bildung“ im Kulturamt Düsseldorf, hält einen Impulsvortrag, auf den eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Expertinnen und Experten auf dem Gebiet folgt.

Datum: 8. März 2014, 18:00 Uhr
Ort: DSCHUNGEL WIEN, Museumsquartier, 1070 Wien.

Eintritt kostenlos! Um Anmeldung unter k.kroesche@assitej.at wird gebeten.

Thema: Kulturelle Bildung

18:00 Uhr Vortrag von Dr. Petra Winkelmann (Kulturamt Düsseldorf)

18:30 Uhr Podiumsdiskussion mit Dr. Petra Winkelmann (Kulturamt Düsseldorf), Mag. Ulrike Gießner-Bogner (KulturKontakt Austria) und Mag. Walter Lexmüller (Pädagogische Hochschule Niederösterreich) unter der Moderation von Stephan Rabl (DSCHUNGEL WIEN)

Zu den Personen:

Dr. phil. Petra Winkelmann / Kulturamt Düsseldorf
Studium an der Heinrich-Heine-Universität (Düsseldorf) in den Fächern Geschichte, Germanistik und Soziologie, 1985 Magister Artium, 1993 Promotion. Seit 1994 im Kulturamt Düsseldorf, seit 2003 stellvertretende Leitung. Arbeitsgebiet: Kulturelle Bildung

Mag. Ulrike Gießner-Bogner / KulturKontakt Austria
Ulrike Gießner-Bogner studierte Theaterwissenschaft, Romanistik und Kulturelles Management. Seit 2004 leitet sie den Bereich „Kulturvermittlung mit Schulen“ bei KulturKontakt Austria (www.kulturkontakt.or.at).

Mag. Walter Lexmüller / Pädagogische Hochschule Niederösterreich
Walter Lexmüller, Lehramt Biologie und Germanistik, bis 2013 am BG Biondekgasse Baden, bis 2014 künstlerischer Leiter der BiondekBühne Baden, seit 2006 PH NÖ – Leitung Hochschullehrgang Kulturpädagogik und kleinerer Kultur-Lehrgänge, seit 2013 Bundeszentrum für schulische Kulturarbeit (ZSK)

Was ist Kunstvermittlung? VIII – Szenisches Forschen zwischen Kindheit, Kunst und Wissenschaft

Bericht aus aktuellen Projekten des Forschungstheaters / Sibylle Peters (FUNDUS THEATER Hamburg)

Mit Kindern zu forschen, heißt täglich zu fragen, wie wir uns die Welt eigentlich wünschen, das Unmögliche zu proben und das Größte stets mit dem Kleinsten in Verbindung zu bringen. Im Theater zu forschen, heißt in allen Sprachen zu forschen: mit dem Körper, mit dem Teleskop, in Schönschrift und mit der Kamera auf der Straße. Und zwar so lange, bis wir rauskriegen, wie sich die Grenze zwischen Realität und Fiktion wieder ein kleines bisschen verschieben lässt. Das Forschungstheater im Hamburger FUNDUS THEATER ist ein Ort, an dem Kinder, Künstler_innen und Wissenschaftler_innen gemeinsam forschen, an Fragen wie: Was ist das gute Leben und wie können wir es messen? Kann man Geld eigentlich auch selber machen? Haben echte Piraten auch Augenklappen? Kann man Wunder suchen gehen? …

 

Datum: 31. März 2014, 18:00 Uhr
Ort: DSCHUNGEL WIEN, Museumsquartier, 1070 Wien

Eintritt kostenlos! Um Anmeldung unter k.kroesche@assitej.at wird gebeten.

Thema: Szenisches Forschen zwischen Kindheit, Kunst und Wissenschaft

18:00 Uhr Vortrag von Dr. Sibylle Peters (FUNDUS THEATER Hamburg)

18:30 Uhr Podiumsdiskussion mit Dr. Sibylle Peters (FUNDUS THEATER Hamburg), Dr. Michael Wimmer (educult), Yosi Wanunu (toxic dreams, Wien) u.a.

Zu den Personen:

Dr. Sibylle Peters / FUNDUS THEATER Hamburg

Sibylle Peters studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Hamburg und ist seit 1997 in Forschung und Lehre an den Universitäten in Hamburg, München, Wales, Basel und Berlin (FU) tätig. Sie leitet das Forschungstheater-Programm im FUNDUS THEATER Hamburg. Als Performerin und Regisseurin hat sie zahlreiche Projekte realisiert – u.a. mit der geheimagentur. Im Graduiertenkolleg „Versammlung und Teilhabe“ ist sie Leiterin des Teilbereichs „Kulturelle Bildung und Forschung“.

Dr. Michael Wimmer / educult

Als langjähriger Leiter des Österreichischen Kulturservice (ÖKS), als Musikerzieher und Politikwissenschafter bringt Michael Wimmer umfassende Erfahrungen in die Zusammenarbeit von Kunst, Kultur und Bildung ein. Er ist Dozent an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie Lehrbeauftragter zu kulturpolitischen Themen am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaften der Universität Wien und seit März 2007 Mitglied der Expertenkommission zur Neuen Mittelschule. Auf dem internationalen Parkett ist Michael Wimmer als versierter Berater des Europarats, der UNESCO und der Europäischen Kommission in kultur- und bildungspolitischen Fragen aktiv. Darüber hinaus ist er Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Internationalen Konferenz für Kulturpolitikforschung (iccpr).

Yosi Wanunu / toxic dreams, Wien

Yosi Wanunu ist Regisseur, studierte Kunstgeschichte, Theater und Film in Israel, Europa und den USA. Vor seinem Umzug nach Wien im Jahr 1997 lebte und arbeitete er acht Jahre lang in NYC, u.a. im BCBC, im Ohio Theatre, La Mama ETC, im Here und im Ontological-Hysteric Theatre von Richard Foreman. Er ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Labels toxic dreams, mit dem er seit 1998 mehr als dreißig Eigenproduktionen realisierte. Im Rahmen des aktuellen Arbeitszyklus über Politik und Theater präsentierte er zuletzt die Arbeiten „The Art of War“, „Toxic Davos“ und „The 100 % Environmentally Friendly Show“. Er arbeitet zudem mit anderen freien Gruppen und PerformerInnen in Europa.