Dialoge 2013

 

2013  startet die ASSITEJ Austria gemeinsam mit dem DSCHUNGEL WIEN eine monatliche Diskussionsreihe zur Kunst- und Theatervermittlung. Unter dem Titel „Was ist Kunstvermittlung“ laden wir KünstlerInnen, VermittlerInnen und Interessierte wieder zu einer Reihe interessanter Dialoge ein, die sich mit unterschiedlichen Teilaspekten und Facetten der Vermittlung von Kunst auseinandersetzen.

Darüber hinaus wird im Februar 2013 im Rahmen des spleen*graz mit internationalen ExpertInnen über inklusive Theaterprojekte und mit dem Luxemburgischen Künstler Dan Tanson im Rahmen des Luxemburg-Schwerpunkts der Grazer Spielstätten (März 2013) über seine Arbeit gesprochen.

Hier gelangen Sie zu den einzelnen Veranstaltungen:

Dialoge 2013

Was ist Kunstvermittlung? I

Eine Untersuchung kritischer Praxen der Kunstvermittlung:  Fragen. Inspirieren. Weiterdenken.

Zwischen Januar und Juni laden der DSCHUNGEL WIEN und die ASSITEJ Austria einmal monatlich zum gemeinsamen Nachdenken über Vermittlungsbegriffe ein.

Der Performance-Künstler und Dozent der Zürcher Hochschule der Künste, Heinrich Lüber, fragt:

„Was verstehen wir heute unter Kunstvermittlung? Was soll / kann Vermittlung an den Künsten, in den Künsten, zwischen den Künsten und darüber hinaus leisten? Welche Rollen, welche Verfahren und welches Potential stehen da zur Verfügung? Wie lässt sich über Vermittlung nachdenken, sprechen, wie lässt sich überhaupt vermitteln, wenn der Referenzrahmen dessen, was vermittelt werden soll, selbst zur Disposition steht? Kultur- und Kunstvermittlung sind ein sehr dynamisches und gleichzeitig heterogenes Feld – auch wenn sie heute oft und gerne als Beruhigungsmaßnahmen in kulturellen Konflikten, als Beschäftigungstherapie für hyperaktive Kinder oder als Bewirtschaftung eines sogenannten Zubringermarktes der Kulturinstitutionen missverstanden werden. Obwohl der Begriff Kunstvermittlung heute in aller Munde ist, müssen gewisse grundlegende Fragen immer wieder neu gestellt werden. „

Was meinen wir wenn wir über Vermittlung sprechen? Die Reihe mit ihren unterschiedlichen Formaten und ReferentInnen soll AkteurInnen, die sich mit der Praxis der (Kunst-)Vermittlung auseinandersetzen als Anregung dienen, gemeinsam über Begriffsdefinitionen nachzudenken. Mit der Veranstaltungsreihe wird ein kollektives Denken über ästhetische und methodische Begrifflichkeiten, Prozessstrukturen, Werkbegriffe, Institutionen sowie die daran beteiligten AkteurInnen in Gang gesetzt. Ziel ist die Schaffung einer begrifflichen Basis zum Zweck des kollektiven Denkens, Sprechens und Handelns. In der Aktionsreihe sollen keine abgeschlossenen Ideen oder Dogmen formuliert werden, sondern Gedanken, die einladen weiterzudenken. Wir wollen  Netzwerke stricken und Strukturbildung anregen

Um ein weites Feld des Denkens über Vermittlung zu eröffnen haben wir KollegInnen aus Theorie und Praxis eingeladen, zu unterschiedlichen Themen und Fragestellungen innerhalb des Diskurses der Vermittlung und darüber hinaus zu diskutieren und zu arbeiten.  Diese Stellungnahmen sollen als polyvokale Standpunkte den Diskurs über Kunstvermittlung bereichern.

Programm 31. Januar 2013

Thema: Einführung „Was ist Kunstvermittlung?“

18:30 Uhr Impulse

Marion Thuswald (Akademie der bildenden Künste, Wien)
Marion Thuswald ist Sozialpädagogin und Bildungswissenschafterin und arbeitet seit 2009 als Universitätsassistentin im Fachbereich Kunst- und Kulturpädagogik am Institut für das künstlerische Lehramt / Akademie der bildenden Künste Wien. 2010 veröffentlichte sie das Buch „urbanes lernen. Bildung und Intervention im öffentlichen Raum“ in der Reihe arts&culture&education.

In den letzten Jahrzehnten haben sich künstlerische Ansätze etabliert, die Vermittlung, Partizipation, soziale Anliegen und temporäre Interventionen ins Zentrum künstlerischer Arbeit stellen. Während also zum einen Vermittlung und Partizipation Teil von Kunst werden, etabliert sich zum anderen seit den 1990iger Jahren ein eigenständiges Praxis- und Berufsfeld von KunstvermittlerInnen, die das Verhältnis von Kunst, Institution und Vermittlung reflektieren und theoretische wie praktische Ansätze mit kritischem emanzipatorischem Anspruch entwickeln. Diese Zugänge aufgreifend werden anhand des Begriffs ‚urbanes Lernen’ Möglichkeiten und Ansätze von Kunstvermittlung im städtischen öffentlichen Raum vorgestellt.

Annemarie Mitterbäck (Jeunesse, Wien)
Annemarie Mitterbäck studierte Musikwissenschaften, Musikerziehung und Französisch. 2006-2010 war sie Projektleiterin im Education-Programm der Berliner Philharmoniker. Durchführung zahlreicher kunstspatenübergreifender Projekte mit Menschen unterschiedlichster kultureller und sozialer Herkunft  in Berlin, Aachen, Salzburg und New York. Preisträgerin des YEAH! Young European Award 2011 sowie Jurymitglied des jop und Fachbeiratsmitglied des netzwerk junge ohren. Seit September 2012 leitet sie die Kinder-und Jugendprojekte der Jeunesse Österreich.

Anhand ausgewählter Musikvermittlungsprojekte aus Deutschland und Österreich der vergangenen Jahre werden Aspekte und Fragestellungen aufgegriffen, die sich im Zuge der praktischen Arbeit als wesentlich für eine qualitativ hochwertige künstlerische Begegnung in kreativen Musikvermittlungsprojekten herauskristallisierten.

Prof. Dr. Mira Sack (Zürcher Hochschule der Künste, Zürich)
Mira Sack ist Erziehungswissenschaftlerin und Theaterpädagogin, Professorin an der Zürcher Hochschule der Künste und Leiterin des Bachelor-Studiengangs Theater. Sie lehrt und forscht an der Schnittstelle von Theorie und Praxis mit dem Fokus auf Probenprozessen, Lehr-Lern-Interaktionen und Formen zeitgenössischer Theaterpädagogik und Kunstvermittlung.

Kunstvermittlung will Wege ersinnen, die uns Kunst näher bringe. Kunstpädagogische Praxis ist aber erst, wenn Wahrnehmungsprozesse thematisch werden. Unter welchen Bedingungen kommen diese beiden Absichten zueinander? Vermittlung muss anscheinend Situationen zu schaffen, in denen Wahrnehmungen  konsequent zum Ausgangspunkt für Handeln und Reflexionen werden. Drei Episoden von Kunstvermittlung sowie die Skizze eines exemplarischen theaterpädagogischen Projekts sollen Auswege aus einer einseitig verstandenen Vermittlungsabsicht zur Diskussion stellen.   

19:30 Uhr Interview/Diskussion
Die Referenten im Gespräch mit der Regisseurin und Co-Kuratorin der Diskussionsreihe, Sara Ostertag.

Der Eintritt ist frei. Um Voranmeldung wird gebeten unter k.burgschuld@assitej.at

Was ist Kunstvermittlung? II

Eine Untersuchung kritischer Praxen der Kunstvermittlung:  Fragen. Inspirieren. Weiterdenken.

Zwischen Januar und Juni laden der DSCHUNGEL WIEN und die ASSITEJ Austria einmal monatlich zum gemeinsamen Nachdenken über Vermittlungsbegriffe ein.

Dies ist der zweite Termin einer ganzjährigen Diskursreihe. Eine Grundlegende Einführung in die Reihe finden Sie hier.

Programm 22. Februar 2013

Thema: Tanzvermittlung

Im Februar steht der Tanz bzw. die Tanzvermittlung im Zentrum der Reihe. Zwei Panels des Symposiums „MY Audience“ von 21. bis  24. Februar 2013 im DSCHUNGEL WIEN, das im Rahmen der Abschlussveranstaltung des EU-Tanzprojekt Fresh Tracks Europe stattfindet, beschäftigen sich mit Tanz und Tanzvermittlung im europäischen Kontext. Internationale Experten beschäftigen sich u.a. mit den Fragen: Wie gehen Kinder verschiedener Altersgruppen mit Abstraktion um? Welche Themen und Tanzformen sind für welche Altersgruppe geeignet? Gibt es Überforderung?

Fresh Tracks Europe in Vienna: Innovation in Dance for Young Audiences
Die untenstehenden Dialoge sind Teil des Symposiums „My Audience“ von DSCHUNGEL WIEN in Kooperation mit SZENE BUNTE WÄHNE.

13:00 Vortrag und Diskussion

„What does the audience perceive?“
Vortrag Virgine Roy-Nigl (Choreografin & Psychologin)
Moderation der Diskussion: Tony Reekie (UK), Fiona Ferguson (UK)

14:40 Impulse und Diskussion

„Dance Mediation“
Impulse: An Boekman (DE) & Andrea Boll (CH), Martina Seidl (AT)
Moderation der Diskussion: Christina Gillinger (TQW)

Ort: Tanz Quartier Wien, Museumsquartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien
Das Symposium findet in englischer Sprach statt.

Der Eintritt ist frei.

 

Was ist Kunstvermittlung? III

Zwischen Januar und Juni laden der DSCHUNGEL WIEN und die ASSITEJ Austria einmal monatlich zum gemeinsamen Nachdenken über Vermittlungsbegriffe ein. Dies ist der dritte Termin einer ganzjährigen Diskursreihe. Eine Grundlegende Einführung in die Reihe finden Sie hier.

Programm 18. März 2013

Thema: Community Work

„Dieser Text handelt von der Unmöglichkeit der Vermittlung der Fähigkeit zur Vermittlung von Kunst, oder kurz, Kunstpädagogik. Oder zumindest von der ständig drohenden Unmöglichkeit, jene eigenartige Relation aufzubauen.“ – Prof. Heinrich Lüber, Zürcher Hochschule der Künste.

Im Rahmen des dritten Termins der Reihe „Was ist Kunstvermittlung?“ geht es um das Finden, Vereinnahmen, Umdeuten und Schaffen von Räumen und Orten an denen „etwas“ passieren kann.

Anknüpfend an den in der Diskussion im Januar formulierten Gedanken, Orte für kollektiven Austausch, Reflektion und Begegnungen zu schaffen, laden wir Heinrich Lüber (ZdhK/Zürich), Wolfgang Schlag („In to the City“ & Streetacademie, Hundsturm/Wien), Susanne Blaimschein & Beate Rathmayr (KunstRaum Goethestraße/Linz) und Tilman Fromelt (Brunnenpassage/Wien) zum gemeinsamen nachdenken mit dem interessierten Publikum ein. Es geht um Heterotopien:

„Es gibt gleichfalls – und das wohl in jeder Kultur, in jeder Zivilisation – wirkliche Orte, wirksame Orte, die in die Einrichtung der Gesellschaft hineingezeichnet sind, sozusagen Gegenplazierungen oder Widerlager, tatsächlich realisierte Utopien, in denen die wirklichen Plätze innerhalb der Kultur gleichzeitig repräsentiert, bestritten und gewendet sind, gewissermaßen Orte außerhalb aller Orte, wiewohl sie tatsächlich geortet werden können. Weil diese Orte ganz andere sind als alle Plätze, die sie reflektieren oder von denen sie sprechen, nenne ich sie im Gegensatz zu den Utopien die Heterotopien.“ (Michel Foucault „Andere Räume“)

Sind Orte der Vermittlung solche Orte außerhalb aller Orte? Und wie werden sei geschaffen? Was sind also Situationen und Verhältnissen innerhalb jener Vermittlung stattfinden kann und will? Dazu laden wir ein in den Hundsturm der den März über von der Gruppe makemake produktionen spartenübergreifend bespielt wird.

Dieses Mal suchen wir in einem Workshop mit Heinrich Lüber die praktische Auseinandersetzung und in einer anschließenden Podiumsdiskussion überführen wir die Praxis in die Theorie.

16:00-19:00 Uhr Workshop
„Semantisches Überschäumen: Was könnte künstlerische Kunstvermittlung sein?“
Workshopleitung: Prof. Heinrich Lüber (Zhdk, Zürich)

Heinrich Lüber, 1961 geboren in Wattwil SG. Er erhielt für seine künstlerische Arbeit verschiedene nationale und internationale Auszeichnungen, unter anderem den Schweizerischen Kunstpreis 1996, 1997 und 1998, das Gordon Reid Fellowship in Australien 1999 und einen UNESCO Award for the promotion of the Arts 1998. Er lebt und arbeitet in Basel und Zürich und ist aktiv in verschiedenen Forschungsprojekten und Initiativen zu Performance Art.

Unkostenbeitrag: 10,- EUR p.P. Anmeldung unter: k.burgschuld@assitej.at

19:30 Uhr Impulse und Diskussion

Vortrag: „Kunstvermittlung: eine unmögliche Möglichkeit der Vermittlung der Möglichkeit“
Prof. Heinrich Lüber (Zhdk, Zürich)

Wie entwickelt sich Kunstvermittlung, wenn Begriffe, wie Autorschaft, Form, Material oder Werk keine festen Grössen mehr sind? Wie entwickelt sich Kunstvermittlung, wenn wir uns überhaupt von der Idee einer homogenen Kultur verabschieden müssen?  Kunstvermittlung als Labor produktiven Strauchelns.

Weitere Impulse:

Susanne Blaimschein & Beate Rathmayr (KunstRaum Goethestraße, Linz).
Susanne Blaimschein studierte Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie in Graz und Empirische Kulturwissenschaft in Tübingen. Seit 2001 leitet sie den KunstRaum Goethestrasse xtd und ist seit 2007 Vorstandsmitglied des Festivals der Regionen. Beate Rathmayr studierte an der Kunstuniversität Linz. Von 2003 – 2010 war sie Vorstandsmitglied der Künstlervereinigung MAERZ, seit 2006 arbeitet sie im Bereich Projektentwicklung und –organisation im KunstRaum Goethestrasse xtd.

Soziales und Kunst zu verbinden, spielerische und partizipative Angebote für breite Zielgruppen und kontinuierliche regionale und internationale zeitgenössische Kunstproduktion, Raum für Experiment und erfolgreiche Kooperationen kennzeichnen die bisherige Arbeit des KunstRaum Goethestrasse xtd. Der KunstRaum Goethestrasse xtd bietet eine Vielfalt an Kunst- und Kulturangeboten, die für einen erweiterten Kulturbegriff stehen. Die Beziehung und Auseinandersetzung der Menschen untereinander und zu ihrer Stadt fördert ein einzigartiges Profil an der Schnittstelle Kunst/Soziales, ohne soziale Kunst zu machen. Mit Mitteln der Kunst arbeiten Kulturschaffenden, KünstlerInnen, gesellschaftspolitisch Aktive, StadtteilbewohnerInnen und besondere Zielgruppen (Jugendliche, Menschen mit Beeinträchtigungen) – für eine city of respect.

Tilman Fromelt (Brunnenpassage, Wien)
Tilman Fromelt studierte Erwachsenenbildung/Politikwissenschaften in Bremen und Schauspiel in Stuttgart. Seit 2008 ist er maßgeblich an der Entwicklung des Konzepts des KunstSozialRaum Brunnenpassage beteiligt.

Die Brunnenpassage macht mit ihren Projekten über Kunst erlebbar, dass kulturelle Vielfalt die Gesellschaft in Wien nachhaltig bereichert. Unter dem Motto „Kunst für alle!“ wird in der ehemaligen Markthalle am Brunnenmarkt ein vielfältiges Programm geboten, welches insbesondere auch Menschen erreicht, denen  Theater, Museen und Konzerthäuser dieser Stadt schwer zugänglich sind. Die Auseinandersetzung mit Kunst wird dazu genutzt, Begegnungen zwischen sich sonst segregierenden Bevölkerungsgruppen zu initiieren und die Energie dieser Begegnungen wiederum für den künstlerischen Prozess zu nutzen. Bei allen Veranstaltungen in der Brunnenpassage ist die Teilnahme kostenlos.

Moderation: Wolfgang Schlag (Hundsturm)

Ort: Hundsturm, Margaretenstraße 166, 1050 Wien

Der Eintritt zu Vortrag und Diskussion ist frei. Um Voranmeldung wird gebeten unter k.burgschuld@assitej.at

Was ist Kunstvermittlung? IV

Eine Untersuchung kritischer Praxen der Kunstvermittlung:  Fragen. Inspirieren. Weiterdenken.

Zwischen Januar und Juni laden der DSCHUNGEL WIEN und die ASSITEJ Austria einmal monatlich zum gemeinsamen Nachdenken über Vermittlungsbegriffe ein. Dies ist der dritte Termin einer ganzjährigen Diskursreihe. Eine Grundlegende Einführung in die Reihe finden Sie hier.

Terminverschiebung: Der 4. Termin wurde vom 25. April auf den 2. Mai verschoben.

Programm 02. Mai 2013
In Kooperation mit mumok museum moderner kunst stiftung ludwig wien

Konform oder widerständig? Wann gelingt Kunstvermittlung heute?

Die Verhältnisse haben sich verändert. Die Praxis der Kunstvermittlung wird wissenschaftlich untersucht und evaluiert, an Hochschulen wird Kunstvermittlung gelehrt und die Bildungswissenschaften interessieren sich zunehmend für das Thema. Viele Museen verstehen sich inzwischen als selbstreflexiv und weisen kritische Kunstvermittlung prominent als institutionelle Praxis aus. Aber was bedeuten die „verbesserten“ Bedingungen für die KunstvermittlerInnen und welche Anforderungen werden heute von wem gestellt? Wie lassen sich bspw. Theorien kritischer Kunstvermittlung in die Praxis institutioneller Kunstvermittlung überführen? Genügt es, dass sich BesucherInnen und VermittlerInnen „unabhängig“ und „kritisch“ über das System Kunst äußern können? Wann gilt Kunstvermittlung heute eigentlich als gelungen und wer hat das zu beurteilen?

19:00 Uhr Impulse

Dr. Rahel Puffert (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
Rahel Puffert ist Kulturwissenschaftlerin, freie Kunstvermittlerin und Autorin. Sie lehrt Kunst und ihre Vermittlung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind edukative und soziale Funktionen von Kunst, Kunst im öffentlichen Raum sowie Kunstprojekte an Schulen.

Dr. Rolf Laven (Pädagogische Hochschule Wien)
Rolf Laven studierte Bildhauerei sowie Kunstpädagogik an den Kunstakademien in Maastricht und Wien. Seine Dissertation schrieb er über Franz Cizek und seine Wiener Jugendkunstklasse. Laven ist bildender Künstler, Kunstpädagoge und Workshopleiter; Freier kurator und Wissenschaftlicher Betreuer des Cizek Nachlasses im Wien Museum. Er unterrichtet an der pädagogischen Hochschule in Wien.

Nanna Lüth (Kulturwissenschaftlerin & Kunstvermittlerin, Berlin/Zürich)
Nanna Lüth hat Fotografie (Bielefeld), elektronische Medien (London & Chicago) sowie Kunst im Kontext (Berlin) studiert. 1999 war sie Mitbegründerin von Kunstcoop© Initiative für aktuelle Kunstvermittlung, 2001-07 künstlerische Mitarbeiterin des gendernet an der Universität der Künste Berlin. 2003-05 arbeitete sie als wiss. Begleitforscherin bei „Kinder machen Kunst mit Medien“. 2008-12 war sie verantwortlich für die Kunstvermittlung für das Edith-Ruß-Haus für Medienkunst, Oldenburg. Seit Ende 2011 arbeitet sie am Forschungsprojekt „Kunstvermittlung zeigen“ / Institute für Cultural Studies and der Zürcher Hochschule der Künste.

19:30 Uhr Podiumsdiskussion
Die Referenten im Gespräch mit Claudia Ehgartner, Leiterin Kunstvermittlung am mumok museum moderner kunst stiftung ludwig wien.

Ort: mumok museum moderner kunst stiftung ludwig wien – Lounge, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Der Eintritt ist frei. Um Voranmeldung wird gebeten unter k.burgschuld@assitej.at

 

Was ist Kunstvermittlung V – Musikvermittlung

Eine Untersuchung kritischer Praxen der Kunstvermittlung:  Fragen. Inspirieren. Weiterdenken.

Zwischen Januar und Juni laden der DSCHUNGEL WIEN und die ASSITEJ Austria einmal monatlich zum gemeinsamen Nachdenken über Vermittlungsbegriffe ein. Dies ist der dritte Termin einer ganzjährigen Diskursreihe. Eine Grundlegende Einführung in die Reihe finden Sie hier.

Im Juni steht die Reihe ganz im Zeichen der Musik, des Musiktheaters und der Vermittlung. Zum Einen möchten wir zu der Veranstaltung „Musik-Theater-Vermittlung“ im Rahmen des ASSITEJ International Meetings von 22.-29. Juni im Rahmen des Internationalen Theater Festivals SCHÄXPIR einladen. Zum Anderen verweisen wir auch gerne auf die Tagung „Kulturen.Vermitteln.Musik“ der Plattform Musikvermittlung Österreich. Beide Veranstaltungen kommen aus unterschiedlichen Richtungen – hier das Musiktheater, dort Musik und Interkultur – und verschränken sich an einem gemeinsamen Tag im neuen Musiktheater in Linz.

Symposium: „Musik – Theater – Vermittlung“

Die ASSITEJ Zentren aus Österreich, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg und der Schweiz präsentieren zur Eröffnung des neuen Linzer Musiktheaters ein 2-tägiges Symposium, das sich mit Musiktheater im deutschsprachigen Raum auseinandersetzt und sich in Kooperation mit der Plattform Musikvermittlung Österreich u.a. mit Vermittlung und Interkulturalität beschäftigt. 

In Kooperation mit: ASSITEJ Deutschland e.V., astej Schweiz, ASSITEJ Liechtenstein, ASSITEJ Luxemburg, TRAFFO_CarréRotondes, Plattform Musikvermittlung Österreich & Landestheater Linz

Programm 22. Juni

13:15 Uhr Begrüßung
Rainer Mennicken Intendant Landestheater Linz (AT), Stephan Rabl Künstlerischer Leiter Internationales Theater Festival SCHÄXPIR (AT), Christoph Thoma Vorsitzender ASSITEJ Austria (AT)

13:30 Uhr Guided Tours
Tour Guides: Rainer Mennicken Intendant Landestheater Linz (AT), Nadine Grenzendörfer Musiktheaterpädagogin Landestheater Linz (AT)

14:30 Uhr Musiktheater und Vermittlung – Status quo im deutschsprachigen Raum
Moderation: Christoph Thoma Vorsitzender ASSITEJ Austria (AT), Gerd Taube Leiter des Kinder- und Jugendtheater Zentrums (DE), Constanze Wimmer Leitung Master-Lehrgang „Musikvermittlung – Musik im Kontext“ (AT),

15:45 Uhr Projekt Präsentation: „Selam Opera!“
Ann-Kathrin Ostrop Musiktheaterpädagogin Komische Oper Berlin (DE)

17:00 Uhr „Ist Musik eine Sprache, die jede/r versteht?“
Moderation: Constanze Wimmer Leitung Master-Lehrgang „Musikvermittlung – Musik im Kontext“ (AT), Ursula Sternberger Musikschule Linz (AT), Helmut SchmidingerKomponist (AT), Lydia Grün Leiterin des Netzwerks Junge Ohren (DE), Rafael Neira-Wolf Musiker (MX/AT)

Programm 23. Juni 

10:00 Uhr Music Theatre in German Speaking Countries
Präsentationen von: Stephan Rabl Künstlerischer Leiter DSCHUNGEL WIEN (AT), Anselm Dalferth Dramaturg Junge Oper Mannheim (DE), Dan Tanson TRAFFIK THEATER (LUX), Ueli Blum NiNA Theater (CH), Arno Oehri KLANGLABOR (LI)

11:30 Uhr Musiktheater im internationalen Kontext
Moderation: Gerd Taube Leiter des Kinder- und Jugendtheater Zentrums (DE), Rainer Mennicken Intendant Landestheater Linz (AT), Sara Ostertag Künstlerische Leiterin makemake produktionen (AT), Marisa Gimenéz Cacho Instituto Nacional de Bellas Artes(MX), Yvette Hardie Presidentin  ASSITEJ (SA), Imran Khan ASSITEJ Indien (IN)

Ort: Landestheater Linz, Musiktheater, Am Volksgarten 1, 4020 Linz 

Nähere Information: international-meeting.assitej.at
Alle Veranstaltungen des Meetings sind kostenlos und frei zugänglich.

 

Darüber hinaus tagen die ExpertInnen der Musikvermittlung in Österreich bereits einen Tag vorher am 21. Juni. Wer Interesse hat an der gesamten Tagung der Plattform Musikvermittlung Österreich teilzunehmen ist herzlich eingeladen sich anzumelden.

Tagung: „Kulturen.Vermitteln.Musik“

  1. & 22. Juni Linz 

Der kürzlich ins Leben gerufene Verein „Plattform Musikvermittlung Österreich“ lädt herzlich zur Tagung „Kulturen.Vermitteln.Musik – Interkultur, Migration und Integration als Querschnitt-Themen der Musikvermittlung“ von 21.-22. Juni 2013 nach Linz!

Ist Musik eine Sprache, die jede/r versteht oder wird Musik sozial und kulturell unterschiedlich definiert? Müssen Kulturen der Musik „übersetzt“ werden und wenn ja, von wem?

Die Tagung richtet sich an MusikvermittlerInnen aller Kultur- und Bildungseinrichtungen in Österreich. In
 Vorträgen, interaktiven Diskussionsforen und Workshops sollen Erfahrungen und Zugänge zum Thema ausgetauscht und diskutiert werden. Die Tagung dient der Vertiefung aktueller Entwicklungen und gleichzeitig der Vernetzung der österreichischen 
MusikvermittlerInnen.

Ort: Anton Bruckner Privatuniversität, Wildbergstraße 18, 4040 Linz (21. Juni) & Landestheater Linz, Musiktheater, Am Volksgarten 1, 4020 Linz (22. Juni)

Nähere Informationen zur Tagung finden Sie im Programm im Anhang sowie aufwww.musicaustria.at und www.bruckneruni.at

Teilnahmebeitrag: € 35,-.
Anmeldefrist ist der 31. Mai 2013 unter 
musikvermitteln@musicaustria.at.´
Eine Veranstaltung der „Plattform Musikvermittlung Österreich“

 

spleen*special: „Wo und wie positionieren sich inklusive Theaterprojekte in der Kulturszene“

Diskussion am 09. Feburar 2013 in Kooperation mit spleen*graz.

Gemeinsam mit spleen*graz präsentiert die ASSITEJ Austria im Rahmen des spleen*special als Vorbote des biennalen internationalen Theaterfestivals für junges Publikum spleen*graz, das das nächste Mal regulär im Februar 2014 stattfindet, eine Diskussionsrunde. Das spleen*special 2013 steht heuer ganz im Zeichen der Integration von Menschen mit Behinderung als Kunstschaffende in der Öffentlichkeit und lädt ein zu einem Festivaltag.

Programm 09. Februar 2013:

15.00 Uhr Work in Progress : “Kennst du Jackie Chan?“ / Mezzanin Theater / Graz
Ein Tanztheater für Kinder ab 6 Jahren – Uraufführung im April 2012. Im Anschluss Publikumsgespräch mit den AkteurInnen

16.00 Uhr „Wo und wie positionieren sich inklusive Theaterprojekte in der Kulturszene“

Andreas Meder – Festivalleiter (No limits, grenzlos Kultur…)/ Deutschland
Walter Edtbauer – Obmann Kulturverein Grein/ Einrichtungsleiter der Lebenshilfe Grein
Johanna Figl – Künstlerische Leitung „Trip the Light Fantastic“ / Vorstand Assitej Austria / Wien
Martina Kolbinger-Reiner – Künstlerische Leitung Mezzanin Theater

18.00 Uhr Drei Geschichten über Freundschaft / Ich bin O.K. Dance Company / Wien / 12+
In drei Sequenzen à 20 Minuten („Gehen“, „Alle für einen, einer für alle“, „Doppelgängerin“) werden Eindrücke von verschiedenen Freundschaftsbildern vertanzt.

20.00 Uhr Abschluss mit Livemusik

TaO! Theater am Ortweinplatz, Ortweinplatz 1, 8020 Graz