Die Jury

 

Bereits zum sechzehnten Mal tour eine STELLA Jury auf die Suche nach herausragendem Theater für Kinder und Jugendliche durch ganz  Österreich. Das Jahr 2021 ist leider wie das vorherige Jahr geprägt durch die Covid-19 Pandemie, welche die Spielpläne der Theatern, freie Gruppen wie auch allen Einzelkünstlern stetig verändert. Die Jury versucht durch Live und Video Sichtungen wie im Jahr zuvor die Premieren des Jahres 2021. Die Sichtungsperiode begann am 01. Januar 2021 und endet am 31. Dezember 2021. Die Jury nominiert Produktionen in den Kategorien „Herausragende Produktion für Kinder“, „Herausragende Produktion für Jugendliche“, „Herausragende darstellerische Leistung“, „Herausragende Ausstattung“ und „Herausragende Musik“.

 

Die Jury des STELLA*22 besteht aus:

 

© Martin Holtkamp

Cornelia Böhnisch, seit Herbst 2018 künstlerische Co-Leiterin des Toihaus Theaters Salzburg, sucht in
ihren Choreographien nach der ‚Präzision in der Unschärfe‘: unbekannte Bilder, die schemenhaft aus
dem Dunkeln hervorleuchten. Dabei treffen Raum, Musik, Bewegung und Material aufeinander,
verdichten sich zu neubegangenen Landschaften. Egal ob für Kinder oder Erwachsene, eine Idee
muss in der Arbeit von Cornelia Böhnisch etwas Unmögliches in sich tragen: Techno komponiert aus
Wassertropfen, einen gigantischen Kleiderberg tanzen zu lassen, den Mond zum Tropfen bringen.
Und hierin manifestiert sich die treibende Kraft ihrer künstlerischen Auseinandersetzung: Das
kindliche Sinnen nach Gerechtigkeit, nach erhoffter Heilung und Rettung. In der Hölderlin-Stadt
Tübingen geboren und aufgewachsen, lernte Cornelia Böhnisch bereits als Kind Geige und Klavier,
studierte zeitgenössischen Tanz am Bruckner Konservatorium in Linz und war 2010/11 als
Auslandsstipendiatin des österreichischen Bundesministeriums für Kunst und Kultur in Berlin und
Tokyo; es folgten mehrere Aufenthalte in Japan, deren Kultur die Betrachtungen und Fragestellungen von Cornelia Böhnisch nachhaltig prägen.

© Emanuel Kaser

Christoph Daigl ist als überzeugter Europäer im Dreiländereck Deutschland-Schweiz-Frankreich geboren und aufgewachsen. Nach Matura und Zivildienst hat er in Erlangen und Canterbury Theaterwissenschaften, Politologie und Anglistik studiert und 1995 mit der Promotion abgeschlossen. Danach begann er als Regisseur, Schauspieler und Theaterpädagoge zu arbeiten, hauptsächlich im Kinder- und Jugendtheater.

Von 2006 bis 2012 war er künstlerischer Leiter des Theaters Kopfüber in Ansbach. Neben vielen Engagements in der freien Szene war er als Schauspieler und Regisseur Gast an den Stadttheatern Erlangen und Ansbach.  Nachdem er ab 2014 immer wieder in Innsbruck theaterpädagogisch tätig war, kam er zum Beginn der Spielzeit 2016.17 als Leiter der Theaterpädagogik fest ans Tiroler Landestheater Innsbruck.

 

 

 

 

© Christian Ruck

Christian Ruck, geboren 1961 in Graz. 1980 bis 1984 Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz. (Diplom: 1984). Engagements als Schauspieler bei Komödienspiele Porcia, Stadttheater Klagenfurt, Vereinigte Bühnen Graz (1984 – 1986), Volkstheater Wien (1987), theatermërz (1988 – 2005), theater t’eig (2008 – 2018).

Seit Dezember 2005 als Spielberater des Landes Steiermark zuständig für das außerberufliche und außerschulische Theater in der Steiermark. Daneben Tätigkeit als freier Schauspieler u.a. bei Laut!, Theaterland Steiermark, Literaturhaus Graz, Gruppe Dagmar, TaO!, aXe Körpertheater und Schaubühne Graz.

 

 

 

© Studio Fjeld

Katharina Schrott ist geborene Salzburgerin. Gemeinsam mit Cornelia Böhnisch seit Herbst 2018 künstlerische Leiterin des Toihaus Theaters Salzburg.  Seit 2001 ist sie am Toihaus Theater aktiv, baute dort mit ihrem Kolleg*innen das Theater für junges Publikum auf und gestaltet dieses seither mit. Katharina Schrott ist außerdem künstlerische Leiterin des internationalen Theaterfestivals für Klein(st)kinder BimBam und begleitet seit mehreren Jahren das EU-Projekt „Small Size“, das seit 2019 unter dem neuen Titel „Mapping“ fortgesetzt wird.

In ihrem künstlerischen Werdegang versteht sie sich als Katalysatorin von Ideen, Impulsen und Kreationen. Für sie ist Tanz und Theater etwas Universelles und Überall zu finden, da die Welt der Dinge, Gestaltungen und Bewegungen immer mit Inhalten aufgeladen werden, sobald sie in Resonanz mit einem Menschen treten. Das Wesentliche dieser Begegnungen gilt es für sie zu erkennen und mit den Künstler*innen herauszuschälen. Sie studierte zeitgenössischer Choreographie, Tanz und Performance an der School for New Dance Development (SNDO) in Amsterdam und ist Certificierte Feldenkrais Lehrerin.

 

© Bernhard Eder

Yvonne Zahn ist seit 2001 als freie Regisseurin und Kulturvermittlerin in Österreich, Deutschland und
Belgien und den Niederlanden tätig. Zahlreiche Inszenierungen für und mit Kindern und
Jugendlichen u.a. am Dschungel Wien, Wiener Festwochen, WUK, szene bunte wähne,
Bühne im Hof St. Pölten, Theater in den Kammerlichtspielen Klagenfurt, Büchereien Wien,
schäxpir-Festival, Luaga & Losna, Kunstenhuis Brussel, Stadttheater Heidelberg,
Schauspielhaus Mannheim. Beraterin bei Oead (vormals Kulturkontakt Austria), Dozentin bei
den Kreativakademien Niederösterreich. Als Dramaturgin am Theater der Jugend Wien und
als Kulturvermittlerin am Festspielhaus St. Pölten tätig.