Jury STELLA*21

 

 Das Jahr 2020 hat einiges verändert und umgeschmissen. 

Durch den ersten Lockdown im März 2020 kam es zu einem abrupten Ende aller Kulturveranstaltungen bis in den Sommer hinein. Das STELLA*20 Festival in Graz konnte nicht im Herbst 2020 stattfinden und musste auf Juni 2021 verschoben werden.

Damit auch die Premieren, die nach der Wiederöffnung im Sommer 2020 bis zum Dezember 2020 gezeigt wurden, gesichtet werden konnten, hat eine vierköpfige Jury bestehend aus Stefanie Altenhofer, Nina Fritsch, Sabine Kristof-Kranzelbinder und Katharina Schober-Dufek sich in Österreich umgeschaut und diese Inszenierungen gesichtet. Auch hier wurde die Jury durch den zweiten Lockdown im November vor eine schwierige Aufgabe gestellt.

Diese Sichtungsphase wird innerhalb eines STELLA*21 im Rahmen des SCHÄXPIR Festivals nominiert und am 20 Juni 2021 in Linz, in den Kammerspielen prämiert.

Jury Stella*21 Linz

Sichtungsperiode: 1.7.2020 – 31.12.2020

Stefanie Altenhofer, geboren in Rohrbach/OÖ, lebt als freie Schauspielerin, Regisseurin und Kulturarbeiterin in Linz. Neben ihrem Abschluss in Schauspiel hat sie auch das Studium Sozialwirtschaft an der JKU Linz absolviert. Auf der Bühne war sie u.a. im Kulturhof Perg, beim Theaterspectacel Wilhering, bei freien Produktionen und im u\hof: Landestheater Linz zu sehen. Hinter der Bühne war sie als Regieassistentin (2010-2018, u.a. Landestheater Linz, Theater Phönix Linz, Theater des Kindes) tätig und realisierte eigene Regiearbeiten (u.a. das Musical Nie mehr Schule (2018), Stadttheater Steyr; Liederabend Ein Frauenleben: Süß-Sauer (2016), Brucknerhaus Linz, ZWEINSAMKEIT beziehungsweise allein ist man weniger zu zweit (2015), Nachtspiel an der Promenade). Theaterpädagogisch ist sie seit 2011 aktiv. Sie leitet etwa Spielclubs am Landestheater Linz und arbeitete 2019/2020 gemeinsam mit Anja Baum am Projekt ADA im Theater Phönix. Seit 2016 arbeitet sie beim SCHÄXPIR Theaterfestival für junges Publikum. 2018 war sie Mitbegründerin des Theaterkollektivs Das Schauwerk, mit dem die Eigenproduktion Irgendwo dazwischen oder der Linzerwertigkeitskomplex entstand. Außerdem bespielt das Kollektiv regelmäßig die zugabe@schnittwoch, das Late-Night-Programm des Theater Phönix.

Katharina Schober-Dufek, geboren 1982 in Wien, studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft (TFM) in Kombination mit Publizistik an der Universität Wien. Während ihrer Studienzeit war sie Regieassistentin beim Wiener Unterhaltungstheater (W.U.T.) sowie Studienassistentin für verschiedene Lehrveranstaltungen am Institut für TFM. Ein halbes Jahr verbrachte sie in Aix-en-Provence, wo sie als Fremdsprachenassistentin in 2 Gymnasien tätig war. Direkt nach ihrem Studium erhielt sie eine Prae-Doc-Stelle am Institut für TFM und begann die Arbeit an ihrer Dissertation. Sie unterrichtete Geschichte und Theorie der Schauspielkunst sowie allgemeine Theatertheorie, assistierte bei diversen theaterhistorischen Vorlesungen und hielt vertiefende Konversatorien dazu.
Sie absolvierte die Ausbildung zur Theaterpädagogin am Institut für Angewandtes Theater (IFANT) und arbeitete als Produktionsassistentin am DSCHUNGEL WIEN. Assistenzen für ein Projekt von toxic dreams im Rahmen von Macht | Schule | Theater sowie für ein Projekt des DSCHUNGEL WIEN beim Linzer Höhenrausch folgten. Parallel dazu arbeitete sie als Produktionsleiterin und Theatervermittlerin für die SZENE BUNTE WÄHNE Festivals im Waldviertel und in Wien und führte Theaterprojekte mit Schülern und Schülerinnen in Niederösterreich durch. Auch ihre Lehrtätigkeit an der Universität Wien führte sie als externe Lektorin weiter.
2015 begann sie ihre Tätigkeit in der Abteilung Produktion und Kulturvermittlung für das Festspielhaus St. Pölten und die Bühne im Hof und absolvierte den Lehrgang Kulturvermittlung des Museumsmanagements Niederösterreich. Nach einer 2019 erfolgten internen Umstrukturierung am Festspielhaus St. Pölten ist sie derzeit für Agenden im Künstlerischen Produktionsbüro, darunter vermehrt jene mit Kulturvermittlungsaspekten, zuständig.
Sie ist Mitbegründerin des Theatervereins The SHOWBÄR Company und übernimmt in diesem Rahmen Produktionsleitung und Dramaturgie für Theaterprojekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer 2½ jährigen Tochter in Wien.

Nina Fritsch, Mag.a, Designierte Geschäftsführerin LVA. Arbeitete von 2009 – 2020 am Vorarlberger Landestheater als Theaterpädagogin und Leiterin der Sparte Junges Landestheater. Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität in Wien und Ausbildung zur multimedialen Kunsttherapeutin. Vorstandsmitglied der ASSITEJ Austria von 2011-2016. Nationale Jurorin STELLA17. Mitglied der Kunstkommission des Landes Vorarlberg seit 2015. Ab Oktober 2020 übernimmt Sie die Stelle als Geschäftsführerin beim Landesverband Vorarlberger Amateurtheater.

 

 

Sabine Kristof-Kranzelbinder. Die gebürtige Klagenfurterin absolvierte 2004 in Wien das Studium der Darstellenden Kunst, seitdem war sie für und in zahlreichen Theater- und Filmproduktionen tätig. Nach knapp anderthalb Jahrzehnten in Wien (Engagements u.a. am Raimundtheater, 3raum Anatomietheater, OFF-Theater,…) hat die zweisprachige Schauspielerin (dt/engl) ihren Lebensmittelpunkt seit 2014 wieder in Kärnten, wo sie seit 2012 Theaterstücke produziert und die “Theaterschiene” in den Kammerlichtspielen Klagenfurt (mit besonderem Augenmerk auf Theater für junges Publikum) aufzubauen begann. Engagements als Schauspielerin in Kärnten hatte sie u.a. am Stadttheater Klagenfurt, neuebuehnevillach, Theater WalTzwerk, Theater Wolkenflug, Theater Rakete, Komödienspiele Porcia (Ensemblemitglied von 2005 – 2009).
2012 gründete Kristof-Kranzelbinder zusammen mit ihrem Kollegen Markus Schöttl das alternative Sommertheater “Kulturhof:Sommer Villach”, das sie bis 2017 erfolgreich leitete.
2017 übernahm sie die künstlerische Gesamtleitung der Kammerlichtspiele Klagenfurt und gründete zusammen mit Theaterwissenschaftlerin Natalija Hartmann den Theaterverein KuKuKK – Kunst und Kultur aus Kärnten/Koroška, mit dem sie jährlich 3 – 4 Stücke neu produziert, davon meist 2 für junges Publikum (zuletzt „Romeo und Julia“ in der Fassung von Magrit Bischof, Werner Bodinek und Ueli Blum). Seit 2019 ist sie außerdem Obfrau der IG Theater Tanz Performance Kärnten/Koroška. Kristof-Kranzelbinder arbeitet auch als Sprecherin, für Film&TV (zuletzt im Spielfilm „City of Spies“) sowie als Theaterpädagogin – und wenn ein Stoff „sie sehr juckt“, inszeniert sie auch (zuletzt Christine Nöstlingers „Geschichten vom Franz“ 2018).
www.theater-kukukk.at
www.kammerlichtspiele.at