UNCANNY VALLEY (15+)

 

TaO! Theater am Ortweinplatz / 60 Min.
Nominiert als Herausragende Produktion für Jugendliche

Freitag, 29. November 9:00 │ klagenfurter ensemble / theaterHALLE 11 (Klagenfurt)

Nach einem Motiv aus E. T. A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“

Hello, can you hear me, my name is Denise. I look forward to getting to know you. I have a lot of dreams. I dream about becoming a real person. – Denise

Da ist sie, die wunderschöne Verheißung wie für mich gedacht, für mich gemacht. Sie blickt mich an, und ich vergehe in unendlicher Verzückung. In ihrem Blick liegt ein Erkennen meiner Person, das ich bis zu diesem Moment nie erleben durfte. Ich gehe auf in der Liebe, die ich spüre, verzückt, frohlockend über dieses Sein, über diesen Zustand. Sie ist perfekt – alles ist perfekt, sie schaut mich an, und ich weiß, ich bin perfekt.

Eine Performance über Bewusstsein, Liebe und die Frage was den Menschen zum Menschen macht.
Der Mensch ist schon seit langem davon fasziniert einen Nachbau von seiner eigenen Art zu erschaffen, einen Automaten, eine menschenähnliche Maschine.

Mensch und Maschine verschmelzen zu einem Wesen. Doch ist dieses neue Wesen dann noch menschlich?

Das „Uncanny Valley“ beschreibt den paradoxen Effekt, dass sich die Empathie eines Menschen gegenüber einem menschenähnlichen Roboter schlagartig in Abscheu wandeln könne, sobald der Roboter einen bestimmten Grad an Menschenähnlichkeit überschreitet, also ein zu perfektes Imitat darstellt. Das starke Absinken von positiver Wahrnehmung in den Bereich des Empfindens von Grusel ist es, was das unheimliche Tal ausmacht.

Regie: Simon Windisch│Musik: Robert Lepenik│Bühne: Simon Windisch & Miriam Schmid│Kostüme: Leonie Bramberger & Victoria Fux│Mit: Felicitas Wasner, Antonia Orendi, Lena Hanetseder, Lucia Höfer & Linda Hösele│Dramaturgie: Miriam Schmid│Weiters: Nina Ortner (Technik) │Produktion: TaO!

„Regisseur Simon Windisch (…) entwickelt ein rasantes, witziges Schauerstück, das sich scheinbar um Robotik und Artificial Intelligence, letztlich aber um die Abgründe zeitgenössischer Beziehungsansprüche dreht. Sehenswert!“ (Ute Baumhackl, Kleine Zeitung)

„Am Anfang war die Geburt. Wie Kleinkinder erkunden die fünf hautfarbigen Rober den eigenen Bewegungsapparat. (…) Eine Höchstleistung an Körpereinsatz und Konzentration (…). Am Ende gab es Standing Ovations.“ (Felicitas Pilz, Kronen Zeitung)

Begründung der Jury:

Fünf Frauenkörper hängen am Anfang der Inszenierung scheinbar leblos an Gummizügen am Rand eines spärlich beleuchteten Spielfelds. Das Frauen-Ensemble erzählt die Geschichte des  Androiden-Mädchens Denise. Mit großer Bildkraft und irisierenden Elektrosounds wird das Publikum in eine Anderswelt entführt. Es verfolgt das Werden von Denise, die von den ersten Schritten bis hin zur Bewusstwerdung ihrer Identität mit großer Wissbegierde alles lernt, was ein Mensch zu lernen hat. Je mehr sie sich den Menschen annähert, desto mehr drängt sich die Frage auf, ob sie denn nun nicht auch selbst ein Mensch ist, und somit auch ein Recht einfordern kann, das allen Menschen zusteht: Das Recht auf Freiheit. Mit großer Darstellungskraft und höchster körperlicher und sprachlicher Präzision finden sich alle fünf Darstellerinnen gleichsam zu einem Androiden-Körper und Geist zusammen. Ein Abend, dessen Sogkraft man sich kaum entziehen kann.

Für Reservierungen wenden Sie sich bitte an:
Natalija Hartmann
0664 4545024
stella19@assitej.at

Gruppenpreis:    EUR   7,00 / Ticket (ab 10 Personen)
Pädagogische Begleitpersonen frei
Einzelkarte:     EUR   10,00, einheitlicher Preis für Jugendliche und Erwachsene