Jury STELLA20

 

Zum vierzehnten Mal macht sich im Herbst 2019 eine Jury auf die Suche nach herausragender darstellender Kunst für Kinder und Jugendliche in Österreich. Doch etwas kam anders als sonst – Covid-19 hat die Theatersaison 2019/20 auf den Kopf gestellt. Infolge wurde der STELLA20-Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum ins Frühjahr 2021 verschoben und die Sichtungsperiode für den STELLA20 bis 31.12.2020 verlängert. Für den Zeitraum 1.7. bis 31.12.2020 wird eine zweite, eigene Jury eingesetzt. Die gesamte Sichtungsperiode für den STELLA20 geht somit von 1.9.2019 bis 31.12.2020.
Die Jurys nominieren Produktionen in den Kategorien „Herausragende Produktion für Kinder“, „Herausragende Produktion für Jugendliche“, „Herausragende darstellerische Leistung“, „Herausragende Ausstattung“ und „Herausragende Musik“.

Die Jurys des STELLA20 besteht aus:

Jury Saison 2019/20

Johanna Figl studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien und Bologna. Sie arbeitet als Tanz- und Theaterdramaturgin, u.a. mit Tina Leisch, Johan De Smet, Ives Thuwis, Joke Laureyns & Kwint Manshoven, Karl Wozek , Joost Koning, Melika Ramic, Hanni Westphal, Martina Rösler (Das ist ja ein Ding Stella 2015- Herausragende Produktion für Kinder), Simon Mayer, Magdalena Chowaniec und Ulduz Ahmadzadeh.
Zwischen 2004 und 2012 arbeitete sie bei SZENE BUNTE WÄHNE – darstellende Kunst für junges Publikum, wo sie nach zwei Jahren im Programmteam die alleinige künstlerische Leitung, Dramaturgie, Konzeptentwicklung und Leitung der Vermittlung für die beiden jährlichen Festivals und den Jahresbetrieb übernahm. 2009 erhielt SZENE BUNTE WÄHNE unter ihrer Leitung eine NESTROY-Nominierung in der Kategorie Sonderpreis.
Von 2004-2013 war sie Vorstandsmitglied der ASSITEJ Austria. Im selben Zeitraum war sie im Gründungsteam der Förderplattformen Jungwild, des EU-Projekts Fresh Tracks Europe sowie des STELLA – Darstellende.Kunst.Preis für ein junges Publikum.
2012 gründete sie gemeinsam mit Julia Tauber-Lewisch die in ihren Augen längst fällige Förderplattform TRIP THE LIGHT FANTASTIC für Choreograf*innen und Performer*innen für junges Publikum. Zwischen 2012 und 2015 übernahm sie Touring und PR für die belgischen Tanzkompanien Kabinet K und Nevski Prospekt.
Seit 2013 arbeitet sie als freie Dramaturgin vor allem in Produktionen für ein junges Publikum sowie im Tanz- und Performancebereich.
Zwischen 2013 und 2018 arbeitete sie beim ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival in der Video-, Social Media- und Webredaktion. 2017-2018 war sie außerdem Koordinatorin des EU Projekts The Humane Body – Ways of seeing dance von ImPulsTanz Vienna, Kaaitheater Brüssel, The Place London und dem CND Paris, welches zeitgenössischen Tanz und Performances für ein sehbeeinträchtigtes Publikum konzipierte und ihm näher brachte. Außerdem organisiert und unterstützt sie Initiativen, die Neuankömmlingen eine kostenlose Teilnahme am kulturellen Leben Wiens ermöglichen.
Seit 2018 arbeitet sie mit dem tanz.labor.labyrinth unter der künstlerischen Leitung von Ulduz Ahmadzadeh, die erste gemeinsame Performance feierte im Mai 2019 Premiere im TQW.
2019 machte sie ihr Diplom in der 3-jährige Ausbildung zur akademischen psychosomatischen Kinesiologin der ÖAKG.
Ihre Arbeit im Tanzbereiche sowie als Kinesiologin verbindet sie in Workshops für Kinder, wie dem Persönlichkeitsstärkenden „Power Animals“, welches u.a. zu ImPulsTanz 2019 eingeladen wurde.

Aslı Kışlal. Regisseurin, Dramaturgin, Schauspielerin. Geboren 1970 in Ankara, lebt Asli Kişlal seit 1990 in Wien. In Wien studierte sie Soziologie an der Universität in Wien und Schauspiel am Schubert Konservatorium, das sie 1995 abschloss. Im selben Jahr erhielt sie für ihre Echo-Theatergruppe bereits den Preis für die „Beste Jugendtheatergruppe Österreichs“.
Seit 1991 führten sie Engagements als Schauspielerin u. a. an das Theater der Jugend, das Stadttheater Klagenfurt und das Kosmos Theater, WerkX.
Nach ihrer Schauspielausbildung war Asli Kişlal langjähriges Ensemblemitglied des Theaterhauses Stuttgart mit mehreren Hauptrollen. Sie übernahm dort außerdem Regieassistenzen und Ensembletraining.
Asli Kişlal arbeitete mit internationalen Regisseuren wie George Isherwood, Alexander Kubelka, Stephan Bruckmeier, Rafael Spregelburd, Werner Schretzmeier, und Arne Nannestad.
Sie war Vertreterin Österreichs beim „Youth dance & youth theatre“ Workshop in Wales und leitete verschiedene Theaterworkshops in Finnland, Düsseldorf, Stuttgart, Wien, Rom etc.
2004 gründete sie den Kunst- und Kulturverein daskunst in Wien, dessen künstlerische Leiterin sie seither ist und mit dem sie 2007 Gewinner des Theaterfestivals Spectrum „best of(f) Austria“ wurde. Seitdem inszeniert sie in der freien Szene und auch als Gast-Regisseurin, unter anderem am Landestheater Linz sowie am Staatstheater Mainz.
2008 war Asli Kişlal Mitinitiatorin von „Kunst am Grund“,
2009 bis 2010 Künstlerische Leiterin des Theater des Augenblicks.
2011 bis 2012 zeichnete sie als Initiatorin und Kuratorin der Wiener Projektreihe Postmigrantische Positionen PIMP MY INTEGRATION verantwortlich.
2013 gründete sie das Performance- und Theaterlabor diverCITYLAB. In einer Synthese aus Kunstprojekt und praxisorientierter Ausbildungsstätte setzt sich diverCITYLAB zum Ziel, die Theaterszene für alle Mitglieder unserer postmigrantischen Gesellschaft zu öffnen.
2014 erhielt sie den „Mia Award“ in der Kategorie Kunst und Kultur für Ihre Arbeit.

Vera Kopfauf ist als Theatermacherin und Lehrerin tätig. Im Zuge ihres Studiums für Lehramt der Fächer Spanisch und katholische Religion nahm sie sowohl an der KF Universität Graz als auch an der Universidad de Puerto Rico an diversen theaterpädagogischen Seminaren teil. Außerdem besucht(e) sie zahlreiche Kurse und Fortbildungen im Bereich Regie, Schauspiel und Theaterpädagogik. Seit 2006 steht sie regelmäßig als Schauspielerin auf der Bühne – unter anderem bei Yvonne, das 2012 für den Stella-Preis „Herausragende Produktion für Jugendliche“ nominiert war. Seit 2013 bietet sie theaterpädagogische Workshops für Kinder und Jugendliche an und inszeniert als Regisseurin bei der Theaterfabrik Weiz, am TaO! und bei Das Planetenparty Prinzip professionelles Theater für junges Publikum.

Mag. Eva-Maria Schachenhofer. Geboren in Wien. Studierte an der Uni Wien Theaterwissenschaft, Pädagogik, Psychologie. Während des Studiums bereits zahlreiche Arbeiten am Theater. Mitarbeit an verschiedensten Forschungsprojekten, Lektoratstätigkeiten, Symposienorganisationen, Ausstellungsmitarbeit. 1988-1993 Institutsreferentin am Institut für Theaterwissenschaft. Jahrelange Tätigkeit beim Bühnenbeirat der Stadt Wien MA 7. 1998 und 1999 Organisation des grenzüberschreitenden Theaterfestes Grenze im Fluß – Meja na reki in Bad Radkersburg. Organisation des Thomas Pluch-Drehbuchpreises. Tutoriumstätigkeit am Institut für Theaterwissenschaft/Uni Wien. Chefdramaturgin Theater Gruppe 80 und ab 2006 Chefdramaturgin im Ensembletheater am Petersplatz, Wien. Jurymitglied – Vergabe von Dramatikerstipendien der Literar Mechana. 2006 – 2008 Dramaturgin bei den Sommerspielen Perchtoldsdorf ; 2009 keine Sommerspiele. Ab 2010 -2013 auch Assistenz der Künstlerischen Leitung. Dramaturgie für den Theaterverein Plaisiranstalt, dessen Gründungsmitglied (2008) sie ist. 2014 – 2018 Künstlerische Leitung Odeion Salzburg. 2017 Jurymitglied der Jahresstipendien in der Sparte dramatische Kunst des Landes Salzburg. Seit 2018 Dramaturgin und Mitorganisation des Theaters am Wolfgangsee. Seit 2018 Projektleitung einer Buchreihe im Residenz Verlag. Ende 2018 Gründung des Kulturverein literamus in Salzburg. Dramaturgien in der freien Szene, Zusammenstellung von Lesungen, szenische Arbeiten in Wien, Salzburg und München.

Jury 1.7.2020 – 31.12.2020

Stefanie Altenhofer

Katharina Dufek

Nina Fritsch

Sabine Kristof-Kranzelbinder. Die gebürtige Klagenfurterin absolvierte 2004 in Wien das Studium der Darstellenden Kunst, seitdem war sie für und in zahlreichen Theater- und Filmproduktionen tätig. Nach knapp anderthalb Jahrzehnten in Wien (Engagements u.a. am Raimundtheater, 3raum Anatomietheater, OFF-Theater,…) hat die zweisprachige Schauspielerin (dt/engl) ihren Lebensmittelpunkt seit 2014 wieder in Kärnten, wo sie seit 2012 Theaterstücke produziert und die “Theaterschiene” in den Kammerlichtspielen Klagenfurt (mit besonderem Augenmerk auf Theater für junges Publikum) aufzubauen begann. Engagements als Schauspielerin in Kärnten hatte sie u.a. am Stadttheater Klagenfurt, neuebuehnevillach, Theater WalTzwerk, Theater Wolkenflug, Theater Rakete, Komödienspiele Porcia (Ensemblemitglied von 2005 – 2009).
2012 gründete Kristof-Kranzelbinder zusammen mit ihrem Kollegen Markus Schöttl das alternative Sommertheater “Kulturhof:Sommer Villach”, das sie bis 2017 erfolgreich leitete.
2017 übernahm sie die künstlerische Gesamtleitung der Kammerlichtspiele Klagenfurt und gründete zusammen mit Theaterwissenschaftlerin Natalija Hartmann den Theaterverein KuKuKK – Kunst und Kultur aus Kärnten/Koroška, mit dem sie jährlich 3 – 4 Stücke neu produziert, davon meist 2 für junges Publikum (zuletzt „Romeo und Julia“ in der Fassung von Magrit Bischof, Werner Bodinek und Ueli Blum). Seit 2019 ist sie außerdem Obfrau der IG Theater Tanz Performance Kärnten/Koroška. Kristof-Kranzelbinder arbeitet auch als Sprecherin, für Film&TV (zuletzt im Spielfilm „City of Spies“) sowie als Theaterpädagogin – und wenn ein Stoff „sie sehr juckt“, inszeniert sie auch (zuletzt Christine Nöstlingers „Geschichten vom Franz“ 2018).
www.theater-kukukk.at
www.kammerlichtspiele.at