Jun 092022
 

In Kooperation mit dem TaO! Theater am Ortweinplatz, dem Burgtheaterstudio Wien und NEKUDAK finden an jeweils einem eintägigen Termin in Wien und einem zweitägigen Termin in Graz im Rahmen des *spleen Festivals  eine Masterclass mit Familie Flöz Mitglied Nicolas Witte statt.

Nicolas zeigt grundlegende Konzepte für die Praxis der Verkörperung. Die Arbeit mit der Maske fördert den Dialog zwischen Vorstellungskraft und dem sich bewegenden Körper und vertieft das Verständnis für die Verbindung zwischen Bewegung und Kreation.
Nicolas bereitet die TeilnehmerInnen auf einen Schreibprozess aus dem Körper heraus vor, der zu Spielfreude und kreativer Autonomie führt.

In Australien lebend reist er zu einem Kurzbesuch nach Europa, hier wird er an zwei Stationen in Österreich halt machen und bei einer:
1-tägigen Masterclass im Burgtheater am Montag, den 27.06.22 von 14:00 bis 18:00 Uhr den Teilnehmer*innen das Thema „die neutrale Maske“  näher bringen.
Anmelden kann man sich unter burgtheaterstudio@burgtheater.at.

Bei einer längeren 2-tägigen Masterclass während des *spleen Festivals in Graz am Mittwoch, den 29.06.22 und Donnerstag, den 30.06.22 jeweils von 13:30 bis 17:30 Uhr wird Nicolas Witte etwas länger die Thematik „die Neutrale Maske“ aufarbeiten.
Information und Anmeldung unter v.kiegerl@tao-graz.at.

Eine nähere Beschreibung zur Masterclass findet ihr unten.

Die Kosten für die Masterclass betragen:

für die 1-tägige Masterclass in Wien 40 € (Normalpreis) & 20 € (für ASSITEJ Austria Mitglieder).

für die 2-tägige Masterclass in Graz 80 € (Normalpreis) & 40 € (für ASSITEJ Austria Mitglieder).
Es gibt nur ein begrenztes Kontingent, deshalb heißt es first come first serve.

Theatermaskenworkshop mit Nicolas Witte

Die Maske ist ein komplexes und doch einfaches Instrument. Ihre Widersprüche stehen für das Paradoxon des Theaters selbst. Die Maske führt uns schnell zu den Wurzeln des Theaters und seinen grundlegenden Elementen:
Der Raum des Körpers und der Körper des Raumes, Spannung, Partner und Status, Fokus und Rhythmus.
Nicolas zeigt grundlegende Konzepte für die Praxis der Verkörperung. Die Arbeit mit der Maske fördert den Dialog zwischen Vorstellungskraft und dem sich bewegenden Körper und vertieft das Verständnis für die Verbindung zwischen Bewegung und Kreation.
Nicolas bereitet die TeilnehmerInnen auf einen Schreibprozess aus dem Körper heraus vor, der zu Spielfreude und kreativer Autonomie führt.
Die Neutrale Maske ist die Grundlage für alle Theatermasken. Die Neutrale Maske hat keinen dramatischen Ausdruck und erlaubt einen Zustand reiner Präsenz im Hier und Jetzt des Raums zu erkunden.
Mit dieser Maske erforschen die SchauspielerInnen den Zustand der Neutralität, der vor der Handlung existiert.
Durch die Neutrale Maske entdecken die SchauspielerInnen einen Zustand der körperlichen Präsenz, Ruhe und Offenheit für den Raum.
Das ist eine Herausforderung, denn in Bezug auf die Bewegung ist kein Körper neutral:
Jeder Körper trägt Themen in sich, die in der alltäglichen Bewegung ausdrucksstark verankert sind. Es gibt ein Netz von nicht-neutralen Haltungen; und körperlichen und emotionalen Hintergrundgeräuschen; in jeder der Bewegung und der körperlichen Präsenz
einer jeden Person.
Betrachtet man es durch die Referenz des neutralen Zustands, erscheint dieses Netz wie Malerei/Markierungen auf einem weißen Blatt. Sie sind im etymologischen Sinne. Sie enthalten ein Drama: eine Handlung. Aus diesem Grund ist die Neutrale Maske die Grundlage für alle Theatermasken. Sie ermöglicht es uns zu verstehen, wie jede Charakterentwicklung auf einem Ungleichgewicht der Neutralität beruht.