Nov 092014
 

Von Katrin Artl.

„Was hast du vorgehabt?  Was hast du getan? Was hat sich ereignet?“

Laut Mira Sack  (Leiterin des Studiengangs Theaterpädagogik an der ZHDK Zürich) sind dies drei zentrale Fragen, die sich der Theaterpädagoge zur Reflexion seiner eigenen Arbeit immer wieder stellen sollte.

Dies war einer von zahlreichen Inputs, die im November in Graz bei dem Symposium „Wege zwischen Theater und Gesellschaft“ zur Sprache kamen. Die Kunstuniversität Graz veranstaltetete in Kooperation mit dem Schauspielhaus dieses Symposium, gleichsam als Startpunkt zur Indizierung eines Masterstudiengangs für Kunstvermittlung.

Somit wäre erstmals ein Vermittlungs-Lehrgang an einer staatlichen Kunstuni in Österreich gegründet. Zu diesem Zweck wurden namhafte Referentinnen (Mira Sack, HDK Zürich, Ute Pinkert und Ulrike Henschel UdK Berlin) eingeladen, um über die inhaltliche und strukturelle Ausrichtung ihrer Studiengänge zu referieren und damit mögliche Anregung für hiesige Bestrebungen zu geben. Mit Workshops, Tischgesprächen und Theaterbesuchen hatten die über 70 Teilnehmenden (größtenteils Fachleute der Theaterpädagogik und Studierende der KUG) ein strammes Programm zu absolvieren und Gelegenheit, mit Fachkollegen in Austausch zu kommen. In den Diskussionen wurde deutlich, dass Österreich bereits ein breites und vielfältiges theaterpädagogisches Netzwerk betreibt, an dem die unterschiedlichsten Zielgruppen partizipieren. Tenor des Abschlussplenums war daher auch,  dass auf die bereits vorhanden Ressourcen aufgebaut und die zahlreichen Vernetzungsmöglichkeiten mit bestehenden Institutionen auch vor Ort genutzt werden sollen. Deutlich wurde aber auch, dass die Einrichtung eines solchen Studiengangs eines langen Vorlaufs bedarf und frühestens in einigen Jahren als separater Masterlehrgang angeboten werden kann. Viel Glück für dieses Vorhaben.

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