Jun 052015
 

Distanzen abbauen

von Norbert Bayer

Zusammen mit dem Internationalen Kinder- und Jugendtheaterfestival SIMSALABIM lud die ASSITEJ Austria am 21. Mai nach Tamsweg im Südosten Salzburgs.

Robert Wimmer (Lungauer Kulturvereinigung), Marcus Thill (Theater Rakete, Kärnten) und Stephan Rabl (DSCHUNGEL WIEN und SZENE BUNTE WÄHNE, Niederösterreich) hielten kurze Impulsreferate, dann wurden die Sitzreihen in einen Stuhlkreis aufgelöst und ein angeregter Erfahrungsaustausch begann. Die Anwesenden aus unterschiedlichsten Bereichen – Theaterschaffende aus verschiedensten Kontexten, Menschen aus der Kulturverwaltung und von einer Schule – schilderten Schwierigkeiten und Ideen aus ihrer je eigenen Perspektive. Es wurde besonders deutlich, dass das Theater für junges Publikum in den Regionen von den handelnden Personen vor Ort abhängt – sowohl im Bereich der Kultur als auch der Politik. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind beachtlich. Zwei zentrale Probleme kristallierten sich heraus:

  1. Wie schaffe ich es, teils stundenlang entfernt gelegene Kulturangebote für Kinder und Jugendliche wahrzunehmen, ohne die Eltern übermäßig finanziell zu belasten?
  2. Wie erreiche ich mein Publikum vor Ort?

Einig waren sich alle, dass das Thema noch lange nicht ausdiskutiert ist und das Symposium gerne hätte länger gehen können. Nach den vier Stunden in der künstlerei, in der wir noch vor der offiziellen Eröffnung am selben Abend unsere Veranstaltung abhalten konnten, hatten die TeilnehmerInnen noch die Möglichkeit, eine der Vorstellungen des SIMSALABIM-Festivals zu besuchen. Wegen des großen Interesses plant die ASSITEJ für 2016 weitere Veranstaltungen, bei denen das Thema „Theater für junges Publikum abseits großer Städte“ noch mehr in der Tiefe diskutiert werden kann.

Das Symposium konnte realisiert werden mit der Unterstützung der Kulturabteilung des Landes Salzburg.

Land_Salzburg_2015