Mai 272015
 
Einladung zur zweiten Masterclass am Fr, 26. Juni & Sa, 27. Juni in Linz. 

Eine Veranstaltung der ASSITEJ Austria in Kooperation mit SCHÄXPIR

Mit dem neuen Format der Masterclass entspricht die ASSITEJ dem vielfach geäußerten Wunsch der Szene nach qualifizierter Fortbildung und Vernetzung der theaterpädagogischen Arbeitenden in Österreich. Sie wird ab sofort mehrmals im Jahr in unterschiedlichen Bundesländern stattfinden.

Die Masterclass Theaterpädagogik setzt sich zum einen aus einer praktischen Fortbildung mit international renommierten Referentinnen und Referenten zusammen, zum anderen wird die gemeinsame Arbeit in Gesprächen und Vorträgen reflektiert. Die so gewonnenen Erkenntnisse fördern die Identitätsbildung der theaterpädagogischen Szene Österreichs und sollen langfristig auch in einer Publikation ihren Ausdruck finden.

Die Masterclass richtet sich an alle professionell Tätigen im Bereich des partizipativen Theaterschaffens, die an einem fachlichen Diskurs interessiert sind und diesen mitgestalten wollen.

Die erste Masterclass fand in Kooperation mit  „SZENE BUNTE WÄHNE Tanz“ am Sa. 28. Februar 2015 statt, stieß auf reges Interesse und war binnen einer Woche ausgebucht. Die zweite Masterclass dreht sich um den Themenkomplex der Arbeit mit biographischem Material. Im Rahmen der Masterclass werden zwei Vorstellungen während des SCHÄXPIR-Festivals besucht, gefolgt von zwei Workshops.

Programm:

26. Juni 2015

16:45 Ankunft & Begrüßung Theater Phönix

17:00  Vorstellungsbesuch „Rau“ (8+) (kabinet k, Gent / Belgien), Theater Phönix
18:00 Einführung in die Masterclass Theater Phönix
18:45 Gespräch mit den KünstlerInnen von kabinet k Theater Phönix

19:30 Zeit für Abendessen (Selbstverpflegung, nicht inbegriffen)
20:30 Vorstellungsbesuch „Mehl in der Schublade“ (13+) Theater Phönix

27. Juni 2015

10:00-14:00 Workshop mit Joke Laureyns (kabinet k, Gent/Belgien) Gewölbesaal, OÖ Kulturquartier Der Workshop wird auf Englisch abgehalten.

14:00 Mittagspause inkl. Essen SCHÄXPIR Festivalzentrum, OÖ Kulturquartier
15:00-17:00 Workshop Sandra Anklam (Theaterpädagogin, Drama- und Theatertherapeutin) Gewölbesaal, OÖ Kulturquartier
17:15 Internes Abschlussplenum Gewölbesaal, OÖ Kulturquartier
18:00 Abschließendes Abendessen SCHÄXPIR Festivalzentrum, OÖ Kulturquartier

Teilnehmerbeitrag:
80 € Vollpreis / 70 € für ASSITEJ Mitglieder (inkl. Kosten für Workshops, Theaterkarten und Verpflegung). Bei Anreise am 27. Juni betragen die Preise 70 € Vollpreis / 60 € für ASSITEJ Mitglieder.

 

Anmeldung unter office@nullassitej.at bis spätestens 15.07.2015

Zu den Personen:

Joke Laureyns studied moral philosophy & comparative religions (1990-1996). After a few years of teaching workshops on creative development throughout movement and dance, she founded her own company, called kabinet k. Ever since, she’s been working as a choreographer, with her vast companion Kwint Manshoven. From the very beginning, their work was presented for both an adult audience and children. In collaboration with different cultural partners in Flanders, she created several dance-pieces in which children share the stage with professional dancers. Besides the choreographical work, she was leading the ateliers and projects for Kopergietery as a member of the artistic team (2003 – 2008). And untill today she is still teaching ateliers wih children and youngsters within the ateliers of Kopergietery, as well as for other organisations and schools.
Her unique approach on dance with and for children makes her give workshops and lectures throughout europe, for dance-students, teachers, directors.

Sandra Anklam, *1972, ist Diplom- und Theaterpädagogin und Drama- und Theatertherapeutin. Studium der Diplompädagogik, Ausbildungen zur Theaterpädagogin (BuT), Drama- und Theatertherapeutin (DgfT), Systemischen Supervisorin (DGSF), Heilpraktikerin (Psychotherapie), Gestaltberaterin und Tanztherapeutin. Von 2002 bis 2011 arbeitete sie als Theaterpädagogin und Regisseurin am Jungen Schauspielhaus Bochum und entwickelte dort Inszenierungen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Seit 2005 inszeniert sie mehr und mehr an der Schnittstelle von Kunst und Therapie z.B. in Psychiatrien und in der JVA, u.a. am Schauspielhaus Bochum und bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Außerdem unterrichtet sie an diversen Hochschulen und Instituten in den Bereichen Theaterpädagogik, Drama- und Theatertherapie, Systemische Beratung. Für ihre Arbeit gewann Sandra Anklam zahlreiche Preise im deutschsprachigen Raum. Diverse Publikationen im Bereich Theaterpädagogik, Theatertherapie, systemische Beratung (u.a. „Life.On Stage. Handbuch Theatertherapie“, Sandra Anklam, Verena Meyer, Hrsg. Schibri-Verlag, Uckerland OT Milow, 2014). Den Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden interdisziplinäre, performative, partizipative, intergenerationale und biografisch-fiktionale Theaterprojekte und Sozialrauminterventionen häufig an der Schnittstelle von Kunst und Heilung. Sandra Anklam wird zum 1. September 2015 die Fachbereichsleitung Theater/Theaterpädagogik an der Akademie Remscheid übernehmen.

Zu den Workshops:

Workshop 1

‚dance, think, share, enjoy‘ / Joke Laureyns, kabinet k
We search how to bring a body back to its most essential movement-language and we see what this communicates. The aim is to enlarge our choreographical skills and to make work that is more transparent for whatever audience, both children ànd adults. It’s not about making things more simple, it’s about a search for the most essential, the very pure heart of what we would like to communicate as an artist. Starting from the way we perceive dance/movement as a spectator and using that knowledge finally as a guideline in any creation, we can only refer to our own way of handling and making choices as kabinet k – in the workshop we’d like to share our methods of working with the participants. Concrete starting point is a series of ‚physical exercises‘ as we do in creating, as well as in workshops with children or adults. Most of these tasks or exercises were designed to understand movement ‚from within‘. We want to play with these tasks with the participants and let every one create small results, based upon that common starting point. As the results might be different, every individual might become more aware of the potential within his or her own work to present it for young audiences. What we consider most important is actively playing and moving, as it contains the real heart of our work. It is the main starting point of every further thinking about sharing ideas in a workshop with people who might not be familiar with the work of kabinet k, or with the field of dance for young audiences at all.

Workshop 2

Yes, we can! – Biografisches Theater / Sandra Anklam
Wahres Leben ist nicht notwendigerweise gutes Theater.“ (Unbekannt)
Biografisches Theater erhält seine Verlockung aus der Gestaltung, Verdichtung, Verfremdung und Montage biografischen Materials der Teilnehmenden. Die ästhetische Gestaltung von persönlichen Geschichten und Themen schützt gleichermaßen die Spielenden vor Nabelschau und erschafft im besten Fall eine künstlerisch anspruchsvolle und interessante Form, die jenseits von eigenen Befindlichkeiten auch für ein außenstehendes Publikum interessant und berührend ist, ohne „Betroffenheitstheater“ zu sein. Der Workshop gibt einen praktischen Einblick in unterschiedliche Arbeits-, Spiel- und Inszenierungsformen des biografischen Theaters mit Laien unterschiedlichsten Alters.