Jan 262015
 
!!! ACHTUNG: DIE VERANSTALTUNG IST BEREITS AUSGEBUCHT !!!
Eine Veranstaltung der ASSITEJ Austria in Kooperation mit SZENE BUNTE WÄHNE
Mit dem neuen Format der Masterclass entspricht die ASSITEJ dem vielfach geäußerten Wunsch der Szene nach qualifizierter Fortbildung und Vernetzung der theaterpädagogischen Arbeitenden in Österreich.
Sie wird ab sofort mehrmals im Jahr in unterschiedlichen Bundesländern stattfinden.
Die Masterclass Theaterpädagogik setzt sich zum einen aus einer praktischen Fortbildung mit international renommierten Referentinnen und Referenten zusammen, zum anderen wird die gemeinsame Arbeit in Gesprächen und Vorträgen reflektiert. Die so gewonnenen Erkenntnisse fördern die Identitätsbildung der theaterpädagogischen Szene Österreichs und sollen langfristig auch in einer Publikation ihren Ausdruck finden.

Die Masterclass richtet sich an alle professionell Tätigen im Bereich des partizipativen Theaterschaffens, die an einem fachlichen Diskurs interessiert sind und diesen mitgestalten wollen.

Die 1. Masterclass findet in Kooperation mit  „SZENE BUNTE WÄHNE Tanz“  am Sa. 28. Februar 2015 statt.

Programm:

Ab 09:30
Anreise & Begrüßung im DSCHUNGEL WIEN
10:00 Einführung (DSCHUNGEL WIEN)
10:30 Vorstellungsbesuch „Adams Welt“ (2+) (GRIPS Theater & SZENE BUNTE WÄHNE) (DSCHUNGEL WIEN, Saal2)
12:00-14:00 Workshop Teil 1 mit Kirstin Hess (WUK, Museumsraum)
14:00 Mittagspause
15:00-18:00 Workshop Teil 2 mit Gregory Caers (WUK, Museumsraum)
18:15 Internes Abschlussplenum (WUK, Museumsraum)
19:30 Vortrag „Stop Teaching!“ von Jan Deck (WUK, Museumsraum)

Teilnehmerbeitrag:

60 € / 50€ für ASSITEJ Mitglieder (inkl. Kosten für Workshop, Vortrag, Theaterkarte und Verpflegung)

Anmeldung unter office@nullassitej.at bis spätestens 18.2.2015

Workshop: Mein Körper

Tanz, Bewegung, nonverbaler Ausdruck, Generieren von persönlichem physischen Material. Gemeinsam wird an Strategien von Movementresearch gearbeitet und der eigene Körper als Ausgangspunk zur Entwicklung künstlerischer Fragestellungen untersucht. Dabei geht es sowohl um die Arbeit an sich selbst als auch in der Gruppe oder mit dem Partner. Auch das Zusammenspiel von Körper und Objekt, Raum und Material soll in dieser Masterclass untersucht werden. Dabei geht es um das Entdecken der eigenen Physis und das Überführen gefundenen Materials in die Theaterarbeit. Grundlegende Fragen dabei sind: Wie wird persönliches physisches Material fassbar, beschreibbar und wiederholbar? Und welche Recherchesettings, ästhetische Ansätze und Dramaturgien eignen sich dafür?
Vortrag „Stop Teaching!“:
Neue Theaterformen werden zunehmend mit Kindern und Jugendlichen erarbeitet, die als Akteure und als Experten ihres Alltags ernst genommen werden: Ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Persönlichkeiten fließen ein – es geht nicht länger darum, sie durch Theater zu erziehen. Die Arbeit mit Laien ist längst ein wichtiger Teil neuer Formen des professionellen Theaters geworden. Theater bekommt auf diese Weise wieder verstärkt den Charakter eines sozialen Experiments, in dem jeder Mensch mit seiner Persönlichkeit einen Beitrag leisten kann. Dadurch entstehen Freiräume für Kreativität jenseits pädagogischer Zielvorgaben in einer Zeit, in der Kindheit und Jugend unter dem Zugriff politischer und ökonomischer Verwertungslogiken stehen.

Zu den Personen:

Kirstin Hess ist Dramaturgin am GRIPS Theater in Berlin.

Gregory Caers machte 1997 seinen Abschluss als Schauspieler am Konservatorium Gent. Nach 2 Jahren als Freelancer für Fakkeltheater, De Viece Gasten und das Nationaltheater Gent (NTG), war er 3 Jahre lang Teil des Ensembles des NTG. Im selben Jahr, in dem er fixes Mitglied des NTG Ensembles wurde, gründete er “hARTbeats”, eine Plattform, die es Jugendlichen ermöglichen soll, mit allen Arten von Kunst in Berührung zu kommen. Nachdem er 2 Jahre lang vor allem für das belgische Fernsehen gearbeitet hatte, begann er seine Tätigkeit für Kopergietery, wo er in den nächsten 5 Jahren sowohl für die Ateliers für Kinder und Jugendliche verantwortlich war als auch einige Stücke inszenierte und spielte, u.a. “Rennen”, “Stand by me”, Appelblauwzeeziek”. Gemeinsam mit Ives Thuwis und Wim De Winne verließ er 2011 Kopergietery und gründete NEVSKI PROSPEKT. Mit dieser Kompanie touren die drei auf der ganzen Welt und entwickeln vor allem stark körperliche Performances für Kinder und Jugendliche.

Jan Deck ist Politikwissenschaftler und arbeitet als freier Dramaturg, Regisseur und Kurator in unterschiedlichen Bereichen der Darstellenden Künste, sowie als Geschäftsführer des Landesverbandes Freie Darstellende Künste Hessen (laPROF). Er ist Gründungsmitglied der Performancegruppe Profi Kollektion und arbeitet regelmäßig mit der Gruppe „Theaterperipherie“. Mit Angelika Sieburg veröffentlichte er „Paradoxien des Zuschauens“ und „Politisch Theater machen“, in Kürze erscheint das Buch „Odyssee: Heimat. Identität, Migration und Globalisierung im Blick der Darstellenden Künste“, das er mit Natalie Driemeyer herausgibt.