Sep 252014
 

Von Katrin Artl. 

„Der Lehrer ist ein Performer mit 24 Uraufführungen pro Woche bei freiem Eintritt.“
Dieses Zitat war eines der Ergebnisse der Fachtagung “Theatrale Wege in der PädagogInnenbildung“, die im September im Musischen Zentrum Wien stattfand.

Die Kirchlich-Pädagogische Hochschule Wien/Krems  lud in Zusammenarbeit mit den pädagogischen Hochschulen Niederösterreich und Luzern, der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen und dem Bundesministerium für Bildung und Frauen zwei Tage zu einer Fachtagung, bei der es darum ging, theatrale Wege und Methoden in der PädagogInnenbildung Neu zu verankern.

Neben Impulsvorträgen von Prof. Dr. Eckart Liebau (Universität Erlangen, Nürnberg) und Dr. Antonis Lenakakis (Aristoteles Universität, Thessaloniki) bekamen die etwa 60 Teilnehmer (zum größten Teil Lehrbeauftragte an Universitäten, LehrerInnen und Studierende aus ganz Österreich) praktische Einblicke in theatrale Methoden für den Unterricht.

Einheitlicher Tenor der Fachtagung war es, dass theatrales Lernen einen wichtigen Teil der Persönlichkeitsbildung ausmacht, was gerade für angehende Lehrer von eminenter Wichtigkeit sei. Dazu wurde im Gegensatz deutlich, dass in der Lehrerbildung Neu sehr wenig Raum für diese Vermittlungsansätze vorgesehen ist und daher das Ziel formuliert, den momentanen Stand der Forschung zu den Wirkfaktoren von theatralen Interventionen im Unterricht festzustellen und Möglichkeiten zu formulieren, wie diese Art der Vermittlung in Zukunft in der Ausbildung von LehrerInnen breiter verankert werden kann. Die Fachtagung war von regen Diskussionen geprägt und trug wesentlich zur Vernetzung der Pädagogischen Hochschulen in Österreich bei.